
Zen ist eine Schule des Buddhismus, die sich ab dem 6. Jh. in China enwickelt hat. “Zen” ist die japanische Aussprache des chinesischen Wortes Chan, eine Kurzform von Chan'na, eine Übertragung aus dem Sanskrit für Dhyana, und bedeutet “Meditation”. Die Sitzmeditation, japanisch "Zazen", zählt zu den grundlegenden Methoden der Praxis des Zen. Von China aus gelangte Chan nach Korea (Seon), Vietnam (Thien) und Japan (Zen).
Die Rinzai-Tradition bezieht sich auf den chinesischen Mönch Linji Yixuan (jap., Rinzai Gigen, 9. Jh.). Die Rinzai-Praxis zielt darauf ab, durch Einhaltung der Regeln (Vinaya/Ritsu), körperliche Übung (Samu), Meditation (Zazen) und Koan unsere wahre Natur zu erkennen. In Japan gehört Rinzai zusammen mit Obaku und Soto zu den drei offiziellen Zen-Schulen.
Zen beruht auf den Grundlehren der buddhistischen Lehre. Ziel des buddhistischen Denkens und Handelns ist es, die Ursache der leidvollen existenziellen Erfahrung der Vergänglichkeit, Unzulänglichkeit, des Unbefriedigtseins, Verlust, Ängste, Schmerz (Dukkha) zu entdecken und zu überwinden. Konflikte und Leiden entstehen durch das von Unwissenheit, körperliche, wahrnehmungsbezogene, kognitive und emotionale Gewohnheiten und Begehren geprägte Nichterkennen, dass alle Phänomene in dynamischer Wechselbeziehung entstehen und vergehen (Paticcasamuppada). Richtige Ansicht, ethisches Verhalten und geistige Sammlung führen letztendlich zur Befreiung (Nibbana).
Im Einklang mit Buddhas Aussage, dass die Weisen "an nichts haften und sich nicht in intellektuellen Überlegungen verlieren" (Sutta Nipata 3.6) betont Zen, dass für die Befreiung keine besonderen Übungen, intellektuelle Diskussionen, Rituale oder mystische Erlebnisse notwendig sind. Wir müssen nicht anderswo suchen oder erst umfangreiche Lehren studieren. Zen zeigt einen direkten Weg auf: “Bringe die Gedanken des unaufhörlich suchenden Geistes zur Ruhe, richte dein eigenes Licht nach innen und schau dich selbst an!”
Zen versteht sich daher als Rückkehr zu den Wurzeln der buddhistischen Lehre. Das kommt in den vier Grundsätzen des Zen zum Ausdruck:
Es braucht nur die Umkehr unserer Blickrichtung nach innen. Buddha hat nichts anderes getan, als das, was auch wir tun können: sich selbst auf den Grund gehen, unsere Unwissenheit überwinden und unsere wahre Natur erkennen.
Die Zen-Schulung endet jedoch nicht mit Zazen: Im Zen heißt es “Der alltägliche Geist ist der Weg”. Die Zen-Übung umfasst den gesamten Lebensbereich. Bei der Arbeit, in der Familie, im Kontakt mit Freunden und Mitmenschen, im Umgang mit der Natur und alltäglichen Situationen. Wer wir sind, zeigt sich unmittelbar in allen unseren Handlungen (Körper, Sprache, Denken). In allem begegnen wir uns selbst, unserer Unterscheidung von "richtig" und "falsch", Vorlieben und Abneigungen, unserem Anhaften an Ansichten und Verhaltensmustern.
Im Buddhismus heißt es “Sei dir selbst eine Leuchte”. Wenn wir die Regeln einhalten, das Dharma studieren und in unerschütterlicher Achtsamkeit den Umständen entsprechend handeln, werden alle Handlungen zu Orten der Übung. Hier und jetzt, inmitten unseres Alltags, können wir Befreiung erlangen. Buddha ist nicht nur in Tempeln und Klöstern zu finden.

Zen ist eine Schule des Buddhismus, die sich ab dem 6. Jh. in China enwickelt hat. “Zen” ist die japanische Aussprache des chinesischen Wortes Chan, eine Kurzform von Chan'na, eine Übertragung aus dem Sanskrit für Dhyana, und bedeutet “Meditation”. Die Sitzmeditation, japanisch "Zazen", zählt zu den grundlegenden Methoden der Praxis des Zen. Von China aus gelangte Chan nach Korea (Seon), Vietnam (Thien) und Japan (Zen).
Die Rinzai-Tradition bezieht sich auf den chinesischen Mönch Linji Yixuan (jap., Rinzai Gigen, 9. Jh.). Die Rinzai-Praxis zielt darauf ab, durch Einhaltung der Regeln (Vinaya/Ritsu), körperliche Übung (Samu), Meditation (Zazen) und Koan unsere wahre Natur zu erkennen. In Japan gehört Rinzai zusammen mit Obaku und Soto zu den drei offiziellen Zen-Schulen.
Zen beruht auf den Grundlehren der buddhistischen Lehre. Ziel des buddhistischen Denkens und Handelns ist es, die Ursache der leidvollen existenziellen Erfahrung der Vergänglichkeit, Unzulänglichkeit, des Unbefriedigtseins, Verlust, Ängste, Schmerz (Dukkha) zu entdecken und zu überwinden. Konflikte und Leiden entstehen durch das von Unwissenheit, körperliche, wahrnehmungsbezogene, kognitive und emotionale Gewohnheiten und Begehren geprägte Nichterkennen, dass alle Phänomene in dynamischer Wechselbeziehung entstehen und vergehen (Paticcasamuppada). Richtige Ansicht, ethisches Verhalten und geistige Sammlung führen letztendlich zur Befreiung (Nibbana).
Im Einklang mit Buddhas Aussage, dass die Weisen "an nichts haften und sich nicht in intellektuellen Überlegungen verlieren" (Sutta Nipata 3.6) betont Zen, dass für die Befreiung keine besonderen Übungen, intellektuelle Diskussionen, Rituale oder mystische Erlebnisse notwendig sind. Wir müssen nicht anderswo suchen oder erst umfangreiche Lehren studieren. Zen zeigt einen direkten Weg auf: “Bringe die Gedanken des unaufhörlich suchenden Geistes zur Ruhe, richte dein eigenes Licht nach innen und schau dich selbst an!”
Zen versteht sich daher als Rückkehr zu den Wurzeln der buddhistischen Lehre. Das kommt in den vier Grundsätzen des Zen zum Ausdruck:
Es braucht nur die Umkehr unserer Blickrichtung nach innen. Buddha hat nichts anderes getan, als das, was auch wir tun können: sich selbst auf den Grund gehen, unsere Unwissenheit überwinden und unsere wahre Natur erkennen.
Die Zen-Schulung endet jedoch nicht mit Zazen: Im Zen heißt es “Der alltägliche Geist ist der Weg”. Die Zen-Übung umfasst den gesamten Lebensbereich. Bei der Arbeit, in der Familie, im Kontakt mit Freunden und Mitmenschen, im Umgang mit der Natur und alltäglichen Situationen. Wer wir sind, zeigt sich unmittelbar in allen unseren Handlungen (Körper, Sprache, Denken). In allem begegnen wir uns selbst, unserer Unterscheidung von "richtig" und "falsch", Vorlieben und Abneigungen, unserem Anhaften an Ansichten und Verhaltensmustern.
Im Buddhismus heißt es “Sei dir selbst eine Leuchte”. Wenn wir die Regeln einhalten, das Dharma studieren und in unerschütterlicher Achtsamkeit den Umständen entsprechend handeln, werden alle Handlungen zu Orten der Übung. Hier und jetzt, inmitten unseres Alltags, können wir Befreiung erlangen. Buddha ist nicht nur in Tempeln und Klöstern zu finden.
Wolken und Wasser
c/o praxiszwei, Rochusstr. 34, 40479 Düsseldorf
Phone: +49 171 26 30 544
Email: kontakt@wolkenundwasser.de
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